Donnerstag, 20. März 2008

USA - Fazit

Nach einem halben Jahr in den Vereinigten Staaten ist es an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. Im Moment könnte ich mich nur schwer für ein Land entscheiden, auf beiden Seiten des Atlantiks gibt es schöne Dinge:

Vorteile USA

  • Umgangston
    Der wohl größte Pluspunkt in den Vereinigten Staaten. Man geht hier im Alltag wesentlich freundlicher miteinander um.

  • Natur
    Die weitaus schönere, unberührtere und vielfältigere Natur ist erwartungsgemäß im größeren Land zu finden.

  • Mobilität
    Benzin ist günstig, das Straßennetz ist auf Verkehrsfluss ausgelegt (4- bis 6-spurige Autobahnen anstelle von Sackgassen und Verkehrsinseln), es existiert eine gute Infrastruktur bei Motels und Restaurants. Verreisen macht hier einfach Spaß. Im Nachhinein würde ich ein Tempolimit in Kauf nehmen, wenn ich dafür die breiten und vor allem vielen Spuren der USA auf deutschen Autobahnen bekäme.

  • Service und Einkaufen
    Die Geschäfte haben die meiste Zeit der Woche geöffnet. Das Angebot in den Läden ist bei den meisten Produkten wesentlich größer als in Deutschland, dank geringer Mehrwertsteuer (0 - 8 Prozent, je nach Produkt und Staat) bezahlt man deutlich weniger. Serviceleistungen wie etwa ein Umtausch gehen im Allgemeinen reibungslos vonstatten.

Vorteile Deutschland
  • Nahrung und Esskultur
    In den USA quasi nicht vorhanden. Lebensmittel sind teuer, Tielfühlkost ist allgegenwärtig. Gemütliche Bars und Kneipen gibt es kaum. Im Restaurant fliegt die Rechnung auf den Tisch, während man noch den letzten Bissen hinunterschluckt. Lediglich ausländische Restaurants florieren in Abwesenheit einheimischer Konkurrenz. Deutsche Supermärkte und das deutsche Nachtleben haben mir manchmal sehr gefehlt.

  • Kultur
    Die weitaus schöneren Städte und Bauten finden sich erwartungsgemäß im älteren Land.

  • Qualität
    In vielen Bereichen legt man in den USA keine allzu hohen Qualitätsmaßstäbe an. Besonders deutlich ist das z.B. bei Wohnhäusern: klapprige Holztüren, Schiebefenster, kaum Isolierung, veraltete Badarmaturen, Waschmaschinen wie zu Großmutters Zeiten usw. Hier und in vielen anderen Bereichen (Autos, Busfahrpläne...) haben mir deutsche Präzision und Gründlichkeit gefehlt.

  • Effizienz und Ehrlichkeit
    So freundlich die Amerikaner sind, so oberflächlich und auf Floskeln versessen sind sie manchmal auch. Grundsätzlich wird alles und jeder gelobt, niemand darf sich kritisiert oder gar beleidigt fühlen. Auch die gegenseitige Rücksichtnahme kann mitunter ausarten, etwa wenn Leute im Schneckentempo die Straße überqueren oder im Supermarkt stundenlang vor einem Regal verharren. Da hätte ich manchmal gerne mehr Effizienz gesehen.

Wie gesagt, beide Länder haben sowohl ihre schönen als auch ihre Schattenseiten.

Montag, 17. März 2008

Rückkehr nach Deutschland

Bin heute wieder in Deutschland gelandet. Eine unvergessliche Reise ist zu Ende.

Freitag, 14. März 2008

San Francisco (3)

Ein letztes Mal war ich in der schönsten Stadt Amerikas. Fortbewegt habe ich mich natürlich traditionell per Cable Car.

Während die "Bridge and Tunnel"-Touristen an der Endhaltestelle warten, steigen erfahrene Gäste unterwegs zu.

Diese wunderbar altmodischen Wagons werden noch mechanisch durch ein unter der Straße verlaufendes Stahlkabel angetrieben. Heute eine der Haupttouristenattraktionen San Franciscos, sind die Cable Cars immer noch ein aureichend schnelles und zuverlässiges Transportmittel.

Lombard Street, San Francisco's Crookedest Street, von unten

...und von oben

Außerdem war ich auf der Civic Center Plaza, wo es das Rathaus der Stadt in Bezug auf Prunk und Protz durchaus mit dem Kapitol in Washington DC aufnehmen kann.


Zuletzt schaute ich noch im chinesischen Viertel vorbei.

Chinatown Gate

Donnerstag, 13. März 2008

Berkeley, Oakland

Der Tag begann mit einer Campusführung an der Universiät in Berkeley, zu der ich mich mit Roman traf, der auch in Princeton gearbeitet hat und jetzt dort studiert. Die Führung an sich förderte wieder die üblichen Anekdoten zutage (warum man die Bibliothek nicht durch die gleiche Tür betreten und verlassen darf usw.).

Der Campus an sich ist aber sehr beeindruckend, großzügig dimensioniert und durch viele Grünflächen und Bäume aufgelockert.


Ansonsten ist in Berkeley alles beim Alten geblieben, manche Studenten kampieren in den Bäumen, um gegen die Abholzung derselbigen zu protestieren, und vor dem Sather Gate gibt es auch tägliche Kundgebungen. Heute wurde gegen den SAT-Test demonstriert.


Danach fuhr ich in die Hauptstadt der Raider Nation - Oakland. Dort wurde die Innenstadt vor einigen Jahren gründlich aufgeräumt, so dass man sich jetzt wieder gefahrlos dort bewegen kann. Im Bereich der BART-Station sowie rund um den Jack London Square am Hafen ist es aufgrund fußgängerfreundlicher Zonen durchaus gelungen, Urbanität zu erzeugen.



Am Jack London Square befindet sich heute noch Jacks Stammkneipe, Heinold's First and Last Chance Saloon.


Londons Hütte aus Alaska, der Saloon im Hintergrund

Mittwoch, 12. März 2008

San Francisco (2)

Heute habe ich unter anderem vom Coit Tower aus einen Blick auf die Stadt geworfen.



Der Turm ist, entgegen eines populären Mythos, übrigens kein Denkmal für die Feuerwehr der Stadt. Das Design ist auch nicht an ein Strahlrohr angelehnt, man wollte mit diesem Art Deco-Bauwerk einfach die Stadt verschönern.

Danach besuchte ich noch das Levi's Hauptquartier am gleichnamigen Platz, unweit des Coit Towers.

Coit Tower und die Filbert Steps, nahe Levi's Plaza

Dienstag, 11. März 2008

San Francisco

Vom Autoverleih am Flughafen Oakland bin ich direkt weiter in die City gefahren. Erster Zwischenstopp war das Presidio, ein ehemaliger Militärstützpunkt. Heute ist das gesamte Gelände als historische Stätte eingestuft.



Da der Park direkt unterhalb der Golden Gate Bridge liegt, gibt es von dort einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt.



Schließlich habe ich noch dem Golden Gate Park einen Besuch abgestattet.

Music Concourse

Japanese Tea Garden

Kilometerstand

Heute habe ich den Wagen, einen Ford Focus, zurückgegeben. Er hat mich in den letzten drei Wochen ohne Pannen über 7739 km Staub-, Schotter-, Schlagloch- und Asphaltpisten gebracht.